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Philosophie

Einer der wichtigsten Gedanken für mich beim Training ist, dass es mehr als eine Art gibt, an eine bestimmte Sache/Übung heranzugehen. Kreativität, Wissen, artgerechter Umgang und positive Einstellung lassen viele Wege am gleichen Ziel Enden. Auch mit „schlagen“ oder „zwingen“ in eine bestimmte Haltung oder Bewegung kann das Ziel erreichbar sein, vielleicht im Moment, aber nicht zuverlässig und schon gar nicht mit Freude für Pferd und Mensch. Pferde gehören in die Gattung der Fluchttiere. Sie sind, so hart es auch klingen mag, ein Teil der natürlichen Nahrungskette. Sie leben im Herdenverband und unterwerfen sich einem sozialen Gefüge. Wenn man eine Herde in der Wildnis oder auf einer Weide beobachtet, kann man viel von ihrem Verhalten erkennen und lernen.

Philosphie_03, Pferdetraining

Das Leittier ist in der Regel eine Stute. Sie entscheidet u. a. wo und wann es Essenszeit ist. Sie sorgt für Ruhe und Ordnung und übernimmt gelegentlich erzieherische Aufgaben speziell bei Jungtieren. Sie verwendet Körpersprache um die anderen zu kontrollieren. Sie bringt sie dazu, ihr sogar von einem großen Abstand weg, nachzugeben. Sie schult auch Pferde, die aus dem Herdengefüge ausbrechen. Die anderen Pferde in der Herde respektieren die Leitstute, sogar die Hengste. In der Rangordnung unter der Leitstute aber noch über der Herde stehen die Leithengste. Ihr Job ist es u. a. die Herde zu verteidigen, der Leitstute nach zu treiben und vor allem die besten Gene zu vererben. In der Herde selbst gibt es nahezu einen ständigen Rangordnungskampf. Der Ranghöhere frisst unter anderem zuerst. Man kann auch Gruppenbildungen beobachten. Auch ganze Gruppen beteiligen sich an diesem Spiel.?FAZIT: Sobald Sie die Achtung Ihres Pferds haben, haben Sie die Grundlage für das Trainieren. Die wichtigsten Punkte bei der Pferdearbeit – Achtung, Aufmerksamkeit, Vertrauen und Respekt.

Philosophie_02, Pferdetraining

Pferde lernen am besten durch positive Erfahrungen und durch Wiederholung. Sie haben kein kombiniertes Denkmuster wie wir Menschen. Komplexe Übungen in kleine Schritte geteilt und die nötige Zeit, führen zum Erfolg. Der Beginn mag vielleicht etwas mühsam erscheinen, der spätere Erfolg belohnt allerdings den Aufwand. Das Pferd bestimmt in der Regel den Zeitaufwand. Durch korrekte Hilfen und Belohnung kann man die Dauer des Erlernens verkürzen. Jedes Pferd ist anders, gerade darum sollte der Besitzer bereit sein flexibel zu denken.?Es gibt keine „am besten“ Art, an ein Trainingsprogramm heranzugehen.

Philosophie_04, Pferdetraining

Der Mensch muss entscheiden, welche Methode für Ihn und sein Pferd die Beste ist. Oft sind es Kombinationen aus verschiedenen Trainingsmethoden wie zum Beispiel: Pat Parelli, Monty Roberts, Bill Dorrance, Linda Tellington Jones u,v,m., die zum gewünschten Ziel führen. Man kann viel von den Erfahrungen dieser „Pferdemenschen“ in ihren Kursen lernen, aber schlussendlich soll der eigene Weg im Vordergrund stehen. Erwartungen in „schnelle Reparaturprogramme“ werden meist enttäuscht. Während manche dieser Programme beeindruckend sind, kann man leicht zu einem späteren Zeitpunkt in Schwierigkeiten geraten. Wer hat nicht schon diverse Vorführungen gesehen wo Pferde „frei“ in den Hänger gehen, oder seitwärts auf den Besitzer zutraben. Sehr beeindruckend. Es macht Spaß mit ihnen zu Spielen. In der Regel suchen allerdings die meisten Pferdebesitzer nicht „Showtipps“ sondern praktische Hilfen.

Philosophie_07, Pferdetraining

Der Mensch hat in den letzten 200 Jahren extrem viele Fortschritte in der Technik gemacht. Computer, Internet, Mondlandefähren, usw. Und im Pferdetraining??Vielmehr sehen wir vermehrt das Pferd als Sportgerät. Der natürliche Umgang unserer Vorfahren mit dem Pferd gerät immer mehr in Vergessenheit. Schon alleine deshalb, weil das Pferd nicht mehr unser „Transportgerät“ ist. Im Gegenzug wollen viele das Pferd zum Haustier machen. Es ist kein Haustier! Pferde sollten unsere Begleiter oder Partner sein. Die Kommunikation zwischen Mensch und Pferd sollte auf Vertrauen und Respekt aufgebaut sein. Vom Boden und vom Sattel, gleich welche Reitweise man bevorzugt. Wer möchte nicht in Harmonie mit dem Pferd seine Freizeit verbringen. Entspannende Ausritte oder mit Freude die eine oder andere Dressuraufgabe bewältigen.

Philosophie_01, Pferdetraining

Wo beginnt diese Harmonie? Bei der Bodearbeit? Wo doch reiten viel mehr Spaß bereiten kann!?Beim „ich möchte reiten lernen“ streben die meisten Menschen schon ein viel zu hohes Ziel an. Verglichen mit unserem Schulsystem beginnen wir ja auch nicht im Gymnasium sondern in der Volks- oder Vorschule. Unser bestreben ist es, gleich am Rücken der Pferde zu sitzen, die Zügel in die Hand und „ab in den Süden, der Sonne hinterher“. Kein verschwenden eines Gedankens wie: Was ist ein Pferd? Wie reagiert ein Pferd? Was denkt ein Pferd? Wie kann ich mich ihm vermitteln? Bei einem Auto würden wir nie so reagieren bzw. beginnen. Da lassen wir uns zuvor alles erklären oder lesen zuminderst die ersten Seiten der Bedienungsanleitung. Obwohl gerade „der Beginn“ der geeignetste Zeitpunkt wäre mit Horsemanship zu beginnen.

Philosophie_05, Pferdetraining

Der Sinn von Natural Horsemanship (Natürliche Pferd-Mensch-Beziehung) ist es die Kommunikation zwischen Mensch und Pferd gegenseitig verständlich zu machen und zu fördern. Natural Horsemanship steht auch nicht für „nur Bodenarbeit“, sondern für eine Einstellung dem Pferd gegenüber. Bodenarbeit sollte am Beginn eines Trainings stehen. Hier hat der Mensch die Möglichkeit sein Pferd zu Beobachten, zu Lesen und zu Verstehen ohne das er es mit seinem Gewicht am Rücken beeinflusst. Und man kann fast alles vom Boden aus trainieren. Hat ein Pferd eine Lektion vom Boden aus verstanden und führt sie diese mit Freude aus, ist es ungleich leichter die selbe Lektion vom Rücken aus zu trainieren. Es hat gelernt die Hilfen zu verstehen und umzusetzen. Ohne Stress und Zwang, im Einklang mit dem Reiter.

Ich freuen mich wenn ich so manchen Pferdebesitzer
auf diesem Weg begleiten kann.
Viktor Samwald horsetraining.at

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